CDU-Abgeordnete des Kreises Viersen besuchen den Gartenbau

„Wir befinden uns in der Hochsaison für den Enzian, wir können jede helfende Hand gebrauchen“, so begrüßte der Nettetaler Pflanzenhändler und –züchter Josef Beeren die CDU-Abgeordneten des Kreis Viersen Karl-Heinz Florenz, Uwe Schummer, Marcus Optendrenk und Stefan Berger sowie Vertreter vom Landesverband des  Gartenbaus vor seinen Gewächshäusern.

Neben dem Enzian wachsen in den Gewächshäusern von Beeren auch verschieden Orchideenarten, Blaubeersträucher, Mini-Chilipflanzen und viele weitere Pflanzen. Bei einem Rundgang durch seine Gewächshäuser erklärte Beeren, dass er  bei der Zucht der Pflanzen darauf achtet, so wenig Chemie wie möglich, aber so viel wie nötig, einzusetzen. Die Pflanzen des Betriebs werden in ganz Deutschland und auch in den Niederlanden vertrieben. Beerens Vorteil beim Vertrieb im Vergleich zu den deutlich größeren Pflanzenhändlern aus den Niederlanden ist, dass Beeren auf Vielfalt und Flexibilität setzt. Während in den Niederlanden überwiegend auf eine Orchideensorte gesetzt wird, bietet Beeren in seinem Sortiment verschiedene Arten an. Nach der Führung über das Betriebsgelände ging es in gemeinsamen Gesprächen über Herausforderungen und Probleme der Pflanzenhändler und Bauern am Niederrhein. Dabei wurde besonders das Thema Arbeitskräfte angesprochen. Beeren beklagte, dass Arbeitskräfte oft nicht kurzfristig zur Verfügung stehen und beispielsweise die Bearbeitungszeit der Anträge zur Einstellung von Asylbewerbern als Aushilfen zu lange dauern. „Es scheitert weniger am Willen, sondern an der Erlaubnis“, so Beeren. Die Abgeordneten empfahlen Kontakt zu den Integrationspoints aufzunehmen, um die Anstellung zügiger zu ermöglichen.

Anschließend besuchten die Abgeordneten die Kempener Baumschule und den Garten- und Landschaftsbaubetrieb der Familie Höfkes. Der seit dem Jahr 1979 bestehende Familienbetrieb, geleitet von Rudolf und Sohn Axel Höfkes, verfolgt ein neues und einzigartiges Konzept einer Baumschule. Die Bäume, Stauden und Sträucher wachsen in einer großflächigen Parkanlage und können von Interessenten besichtigt werden. „Mir ist es wichtig, dass die Kunden einen Eindruck davon gewinnen können, wie ihr Baum oder ihre Staude in einem Garten und dem natürlichen Umfeld aussehen und wirken kann. Wir möchten damit den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht werden“, so Rudolf Höfkes. In dem Betrieb arbeiten ca. 30 Mitarbeiter, ein Drittel in der Baumschule und zwei Drittel im Garten- und Landschaftsbau. Darunter sind fünf Meister und ein Gartenbauingenieur. Bisher wurden 68 Auszubildende in dem Betrieb ausgebildet, zeitweise sogar bis zu acht Auszubildende gleichzeitig. „Jedem Mitarbeiter macht die Arbeit mit und in der Natur bei uns großen Spaß. Von der tollen Arbeitsatmosphäre profitieren wir selbstverständlich“, erklärte Axel Höfkes. Auszeichnung – wie die Ernennung zum Ausbildungsbetrieb des Jahres vor einigen Jahren-  belegen dies.

Die Besichtigung der Betriebe führte den Abgeordneten deutlich vor Augen welchen Stellenwert der Pflanzenanbau und –vertrieb in NRW und besonders im Kreis Viersen hat. Die Präsidentin des Landesverbands des Gartenbaus Eva Kähler-Theuerkauf erklärte, dass jede dritte Pflanze in Deutschland aus NRW kommt. Diese Pflanzen werden auf einer Fläche von ca. 42.000 Fußballfeldern angebaut. „Betriebe,  wie die von Herrn Beeren und Herrn Höfkes, sind Ausdruck des starken und wichtigen Mittelstandes im Bund und der Region. Solche Betriebe gilt es zukünftig weiter zu unterstützen und zu fördern. Als Abgeordnete müssen wir stets Ansprechpartner für solche Betriebe sein. Für ihre Sorgen und Probleme müssen wir uns einsetzen und nach gemeinsamen Lösungen suchen“, betonte Marcus Optendrenk.

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v.l.n.r. Josef Beeren, Uwe Schummer, Eva Kähler-Theuerkauf, Marcus Optendrenk, Karl-Heinz Florenz, Stefan Berger

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Familie Höfkes, CDU-Abgeordnete des Kreis Viersen und Vertreter des Landesverbandes des Gartenbaus

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