Niederrhein-Delegation in Brüssel: Diskussion zu verbesserter Schieneninfrastruktur und Lärmschutz

Anlässlich des Besuchs seiner Landtagskollegen in Brüssel äußert sich Karl-Heinz Florenz (CDU-EVP) zufrieden: „Die Kollegen Berger und Optendrenk haben dem Niederrhein in Brüssel – wieder einmal – ein Gesicht gegeben. Ich freue mich, dafür Türöffner zu sein.“

Stefan Berger MdL 2.v.l, Markus Optendrenk MdL 3.v.l., Karl-Heinz Florenz MdEP 4.v.l.

In den Gesprächen mit EU-Kommission, Deutscher Bahn, Verkehrsministerium NRW und weiteren Experten ging es um die bessere Verbindung des Niederrheins mit den Niederlanden sowie um verbesserten Lärmschutz. Hintergrund ist das so genannte ‚RoCK-Projekt‘[1], das die Mobilität und den technologischen Austausch zwischen den Wissens-Regionen Eindhoven, Düsseldorf, Aachen und Maastricht durch die Schaffung von direkten, schnellen und grenzüberschreitenden Bahnverbindungen verbessern will. „Die 13 Kilometer zwischen Kaldenkirchen und Dülken sind für dieses Projekt sozusagen der Flaschenhals. Hier ist die Strecke nur einspurig, das muss sich ändern!“, sind sich die Kreis Viersener Landtagsabgeordneten Stefan Berger und Marcus Optendrenk einig. In ein immer stärker zusammenwachsendes Europa passe auch eine rein nationalstaatliche Planung von Bahnstrecken nicht mehr hinein.
Während des offenen Gesprächs wurden die noch bestehenden Hindernisse für das Projekt angegangen. Florenz: „Ein Weiterreichen des ‚Schwarzen Peters‘ von der Landes- an die Bundesebene und zurück zur EU darf es nicht länger geben. Hier haben nun alle Beteiligten an einem Tisch gesessen und konstruktiv miteinander debattiert, wie man dieses Projekt voran bringen kann. Wir haben nun einen ‚Fahrplan‘, wie es weiter gehen soll!“.
„Unser Problem ist ein Stück weit, dass Großprojekte mehr Prestige zu versprechen scheinen“, so Florenz abschließend. „Ich bin jedoch überzeugt, dass dieses Projekt, das mit rund 40 Millionen Euro durchaus ‚überschaubar‘ ist, viele Fliegen mit einer Klappe schlägt: Zum einen schaffen wir bessere Verbindungen zwischen den grenznahen Regionen. Das würde vielen Menschen die Möglichkeit bieten, auch auf der anderen Seite der Grenze zu arbeiten, ohne stundenlange Anfahrtszeiten in Kauf nehmen zu müssen. Zum anderen reduzieren wir – durch den zweispurigen Ausbau – Bremspunkte und somit auch Lärm. Zudem stellen wir zusätzlichen Lärmschutz für Anwohner sicher, den es unter derzeitigen Bedingungen nicht geben würde. Ich werde mich deshalb – zusammen mit meinen Kollegen in Land- und Bundestag weiter für diese Strecke und die Region einsetzen.“

[1] ‚Regions of Connected Knowledge’/ ‚Regionen verbundenen Wissens‘

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